Über die Kanäle im Punjab
und zum Salt Range
- Lala Musa - Malakwal
- Malakwal - Gharibwal
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Wir werden nun noch einmal zwei Tage rund um Malakwal verbringen. Zunächst werden wir von Lala Musa nach Malkwal zurückkehren und am Nachmittag dann über den Jhelum auf der östlichen der beiden Stichstrecken zum Fuß des Salt Range nach Gharibwal fahren.
Wie üblich bleibt morgens zwischen geplanter und tatsächlicher Abfahrt unseres Zuges einiges an Zeit, die durch einen Besuch im Depot verbracht werden kann.
23. Januar 1996
Lala Musa, Depot,
Vorbereitung der SPS
Im Depot finden wir auch unsere bekannte SPS Nr. 2976, an der letzte Vorräte ergänzt werden - den Sand holt man direkt aus dem Boden.
23. Januar 1996
Am Südende des Bahnhofs zweigt die Strecke nach Malakwal (73 km) und Sargodha von der Hauptstrecke ab. Der Zug passiert ein kleines Camp, in dem afghanische Flüchtlinge untergekommen sind.
Das Signal sichert den beschrankten Bahnübergang im nächsten Bild. Im Hintergrund sind noch die Einfahrsignale vom Bf. Lala Musa zu erkennen.
23. Januar 1996
Der Stau, den die mit Fotostops verbundene Abfahrt unseres Zuges vor dem Bahnübergang auslöste, war gewaltig.
23. Januar 1996
Abwarten der ersten Zugkreuzung im idyllisch gelegenen Bahnhof von Akthar Karnana, 9 km hinter Lala Musa.
23. Januar 1996
Eine weitere Kreuzung mit größerer Wartezeit findet in Dinga statt (25 km von Lala Musa).
Weibliche Bewohner Pakistans bekommt man nur im Kinder- und Jugendalter vor die Kamera.
Im Hintergrund werden Kuhfladen getrocknet, die hier im Punjab, wo es im Winter recht kühl werden kann, als Heizmaterial dienen.
23. Januar 1996
Die Strecke nach Malakwal quert unzählige Kanäle. Diese Kanäle, die im Punjab von den großen Flüssen Jhelum, Chenab und Ravi gespeist werden, dienen der landwirtschaftlichen Bewässerung. Die pakistanischen Bewässerungsanlagen gelten als die größten der Welt. Allerdings ist die übertriebene künstliche Bewässerung auch mit großen Problemen verbunden, wie viele durch Versalzung unfruchtbar gewordene Flächen beweisen.
23. Januar 1996
Die Fotohalte entlang dieser Strecke laufen meistens ähnlich ab. Der Zug hält vor der Brücke, die Fotografen überqueren sie (von Schwelle zu Schwelle tastend und sonst nicht nach unten blickend) und der Zug folgt.
23. Januar 1996
Dieselbe Brücke wie im vorigen Bild. Die Fotografen haben inzwischen Aufstellung genommen, der Zug darf kommen. Solche Scheinanfahrten, die mit längeren Fußwegen verbunden sind, kosten einiges an Zeit, werden aber vom Lokpersonal gegenüber einem Zurücksetzen über die Brücke bevorzugt. Letzteres könnte für Einheimische gefährlich sein, die die Brücken auch als Fußwege benutzen und rückwärts fahrende Züge nicht gewohnt sind.
23. Januar 1996
Nach der Ankunft in Malakwal ist zunächst mal größere Pause. Erst am späten Nachmittag geht es weiter zum Ausflug nach Gharibwal (22 km). Zunächst befährt der Zug die Strecke nach Kushab und überquert den Jhelum (Große Brücken sind militärische Objekte und dürfen nicht fotografiert werden). In Haranpur Jn. (9 km von Malakwal) zweigt dann die Stichstrecke nach Gharibwal ab. 1996 befahren noch zwei tägliche Zugpaare (als Mixed Train) die Strecke Malakwal - Gharibwal.
Der Salt Range ist ein Mittelgebirgszug, der das flache Punjab vom nördlicheren Potwar Plateau trennt. Er hat seinen Namen vom Bergsalzvorkommen und erreicht Höhen von 1100 bis 1500 m.
23. Januar 1996
Sonnenuntergang am Salt Range
Die Strecke nach Gharibwal führt nur an den Fuß der Berge, nicht in sie hinauf.
23. Januar 1996
Durch glückliche Fügung kommt diese Kamelkarawane zufällig vorbei. Der Kameltreiber kann für ein Foto mit Zug gewonnen werden.
23. Januar 1996
Ursprünglich sollte der Ausflug nach Gharibwal mit einer eigenen Wagengarnitur wie bei den Regelzügen als Mixed Train erfolgen. Allerdings schaffte man es in Malakwal heute nicht, die dafür erforderlichen Wagen zusammenzustellen. Also nahmen wir doch unseren Schlafwagenzug. Wir hätten jetzt auf der Rückfahrt uns im Speisewagen bereits zum Dinner begeben können. Leider stellt sich heraus, daß unser Koch nicht an Bord ist. Er hatte nicht damit gerechnet, daß sein Wagen heute noch mal im Einsatz sein würde und war in Malakwal unterwegs, um Vorräte zu ergänzen. So kann erst nach Rückankunft in Malakwal das Herdfeuer entfacht werden, und unser Abendessen findet etwas verspätet statt.
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© Copyright 2000 Roland Ziegler