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[zugehöriger Reisebericht Nordstrecke]
Im Fernverkehr werden Wagen rumänischer Produktion eingesetzt, überwiegend in roter Farbgebung. Die Garnitur rechts ist leer und wird ins Depot überführt. Der Zug links fährt gerade ein. Die Züge sind zwar häufig sehr voll, aber das Fahren auf den Trittbrettern ist auch ein Hauch von Abenteuer.
7. April 1999
Irgendwo südlich von Kurunegala auf der Nordstrecke. Ein Reisfeld direkt neben der Strecke bietet den Fotografen freies Schußfeld.
Zuglok für heute und die nächsten Tage ist Nr. 340 "Frederick North" von Stephenson und mit Baujahr 1945 die jüngste unter den erhlatenen Dampfloks.
7. April 1999
Von den wenigen Abzweigbahnhöfen, die es bei Sri Lanka Railways gibt, ist Maho Junction vermutlich der schönste. Auf dem Mittelbahnsteig befinden sich das Empfangsgebäude und das Stellwerk Nord (North Cabin). Die gepflegte Gartenanlage und jede Menge Pflanzenkübel sind wohl der Frau des Bahnhofsvorstehers zu verdanken.
7. April 1999
Der Mittelbahnsteig, vom Stellwerk Süd aus gesehen.
Links hinter dem Wasserkran einige Touristen, die auf Nr. 340 warten, die zur Lokbehandlung Richtung Schuppen unterwegs ist.
8. April 1999
Blick vom Stellwerk Süd nach Süden. Von rechts kommt die Strecke aus Polgahawela (Colombo), links zweigt die Strecke zur Ostküste nach Trincomalee und Batticaloa ab.
Ganz links sind die Gestänge der Weichenantriebe zu sehen, in der Weiche die Abdeckung des Weichenverschlusses (englische Stellwerkstechnik).
8. April 1999
Unmittelbar neben dem Bahnhof liegen die Eisenbahnerhäuser (Railway Quaters). Für die Kinder der Eisenbahnerfamilien ist der Bahnhof bevorzugter Spielplatz. Das Stellwerk bietet zudem gute Aussicht auf die Ereignisse, die mit dem Dampfzug zu tun haben.
8. April 1999
Auf der Nordstrecke verkehren auch Güterzüge. Typisch sind die kurzen zweiachsigen Wagen, die bei Breitspur fast so aussehen, als ob ihre Breite größer als die Länge wäre. Die Ära der Spezialgüterwagen hat hier noch nicht begonnen, mit knapp 10 verschiedenen Wagentypen kommt man aus.
7. April 1999
Das Zugfolge wird bei Sri Lanka Railways auf den eingleisigen Strecken mit dem Tyerschen Train Tablet Apparatus (s. eigenen Beitrag) geregelt.
7. April 1999
Im Stellwerk Maho-Nord gibt es 46 Hebel. Der gelbe (Nr. 28) beispielsweise verschließt die Schranken am Bahnübergang des Nordkopfes.
7. April 1999
Der Plan zeigt die Numerierung von Weichen-, Fahrstraßen- und Signalhebeln.
C.G.R. steht für Ceylon Government Railways, der früheren Bezeichnung der Sri Lana Railways.
Bei genauem Hinsehen entdeckt man möglicherweise auch einen Beschriftungsfehler auf dem Plan. Wer ihn findet, kann mir ja mal eine Email schicken.
7. April 1999
Ausfahrt nach Norden in Richtung Anuradhapura. Nach wenigen Metern bleibt von den 6 Bahnhofsgleisen nur noch das Streckengleis übrig, und die Strecke verliert sich in der grünen Wildnis.
Die gelben Flatterbänder sind Teil des gerade beendeten Wahlkampfes. Die wichtigsten Parteien haben Farben (blau, grün, gelb, weiß) und Symbole (z.B. Stuhl, Elephant oder Baum), um auch beim des Lesens unkundigen Wähler aufzufallen.
7. April 1999
Vielleicht erfüllt es nicht die höchsten Anforderungen an Zimmerausstattung oder Qualität der Küche, aber sehr ruhig gelegen und mit eigenem wunderschönen botanischen Garten präsentiert sich das Hotel Miridiya in Anuradhapura als sehr angenehme Unterkunft.
8. April 1999
Jetavanarama-Dagoba in Anuradhapura
Kulturprogramm in Anuradhapura, einer der beiden alten Haupstädte Sri Lankas. Die Jetavanarama-Dagoba stammt aus dem 3. Jahrhundert. Der etwa 70m hohe Ziegelbau wird seit einigen Jahren mit Unterstützung der Unesco restauriert.
(Dagoba ist die singhalesiche Bezeichnung einer buddhistischen Pagode oder Stupa)
8. April 1999
Ruvanvelisaya-Dagoba in
Anuradhapura
Zu den wichtigsten buddhistischen Heiligtümern in Sri Lanka gehört die weiße Ruvanvelisaya-Dagoba, die mehrfach zerstört und wiederaufgabaut, heute etwa noch 55m hoch ist.
8. April 1999
Der Fahrplan in Anuradhapura ist ganz in Holz gehalten und, wie üblich, dreisprachig.
Zu den weitesten Zielen Galle und Matara an der Südküste kann man morgens früh um fünf durchfahren. Ansonsten ist Richtung Süden von hier aus Maho Junction der nächste wichtige Bahnhof mit Abzweig zur Ostküste. In Polgahawela, 75 km vor Colombo, stößt die Nordstrecke dann auf die Main Line ins Hochland.
Vavuniya ist der heutige Streckenendpunkt Richtung Norden. Die Fortsetzung nach Jaffna, wie auch die Strecke zur Insel Mannar und zur früheren Fähre nach Indien, wurde von den Tamil-Tigers im Bürgerkrieg zerstört.
Die 17 km lange Stichstrecke nach Mihintale hingegen ist ein Neubau und wurde erst 1993 eröffnet.
8. April 1999
Nördlich von Kurunegala bei der Rückfahrt zwei Tage später. Eine andere freie Stelle mit Reisfeldern bot sich für weitere Scheinanfahrten an.
Die Schwellen sind jüngst erneuert worden, Gleisschotter sucht man hier vorläufig wiederum vergeblich.
Rechts von der Strecke stehen Kokospalmen, man kann noch soeben die Früchte in den Kronen erkennen.
10. April 1999
An der gleichen Stelle. Die am Bahndamm liegenden Schwellen lassen erwarten, daß die Oberbauerneuerung in Kürze weitergeht. Trotz neuer Schwellen wird sich an der leicht unebenen Gleislage aber voraussichtlich wenig ändern.
10. April 1999
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© Copyright 1999 Roland Ziegler