Im nachfolgenden eine kleine Sammlung von Hinweisen, die im wesentlichen während Entwicklung und Test entstanden sind, aber auch durch Anwender-Feedback ergänzt werden.
- Das vom Absteckrechner erzeugbare zusätzliche Normierungselement für den Import in den Zusi-Streckeneditor ist ab Version 2.0 des Streckeneditors nicht mehr erforderlich. Beim Import muss im Dialog "Importieren" des Streckeneditors die Checkbox "Importwinkel nicht anpassen" angekreuzt sein.
- Ein Streckenabschnitt der Rohtrasse aus Gerade Kurve Gerade sollte so nachgebaut werden, dass die Gerade vor der nächsten Kurve möglichst als Ausgleichsgerade beim vorigen Streckenstück mit angelegt wird. Wenn Übergangsbögen am Anfang und am Ende gewählt werden, und das Zielelement am Kurvenende noch weit entfernt ist, erzeugt der Absteckrechner eine Ausgleichsgerade bis zu diesem Element. Denn das Anlegen des nächsten Streckenstücks sollte erst am Kurveneingang der anstehenden Kurve beginnen. Zielelement sollte auch dann wieder ein Streckenelement am Ende der Geraden hinter der Kurve sein.
- Bei einem abzusteckenden Streckenstück, dass aus Gerade - Kurve - Gerade besteht und dass vom Absteckrechner in voller Länge berechnet werden soll, wird der Absteckrechner versuchen, den zur Verfügung stehenden Raum maximal auszunutzen und einen größeren Radius anlegen, als in der Rohtrasse vorhanden.
- Am Rohtrassenanfang existiert noch kein fertiges Streckenstück, an das angeschlossen werden kann, um eine Ausgleichsgerade bis zur nächsten Kurve automatisch mit zu erzeugen. Daher wird das erste (oder ein anderes geeignetes) Element aus der Rohtrasse so verschoben, dass eine Gerade bis zum nächsten Kurvenansatz gebaut werden kann, ohne seitlich wesentlich vom 2. Streckenelement abzuweichen. Das lässt sich mit eine wenig manueller Koordinatenmanipulation im Absteckrechner durchaus hinbekommen.
- Der Absteckrechner legt passgenau an:
Kurven ohne Übergangsbögen, weder am Anfnag noch am Ende (reine Kreisbögen): Ergänzt wird eine Ausgleichsgerade am Ende oder am Anfang
Mit Übergangsbögen am Anfang und Ende (ergibt einen Kreisbogen plus zwei Klothoiden): Ergänzt wird eine Ausgleichsgerade am Ende oder am Anfang, aber nur bei Bogenstart in einer Geraden, nicht bei Bogenstart in einer Kurve (Korb- oder Gegenbogen)
In den Fällen, dass ein Übergangsbogen nicht angelegt werden soll, werden grundsätzlich keine Ausgleichsgeraden angelegt, denn der Absteckrechner kann nicht feststellen, wo eine solche Ausgleichsgerade geeignet unterzubringen wäre.
Bei Bogenstart in einer Kurve kann nur eine Ausgleichsgerade am Ende angelegt werden. Das geschieht in dem Fall, wenn der Bogen insgesamt vor dem Zielelement endet.
Auswahl des höchsten Elements
Baut man mit dem AR auf freier Strecke, wird man sich normalerweise von Kurve zu Kurve weitertasten. Nach jeder Kurve wird das Ergebnis im StrEdi überprüft, und dann wieder an den AR zurückexportiert.
Das nächste 1. Element für den AR ist nun regelmäßig das mit der höchsten Streckenelement-Nummer, also das letzte. Dessen Nummer wird auch im Kopfbereich des AR angezeigt.
Mit einem einzigen Mausklick kann man es auch auswählen.
Der Streckenelement-Index enthält zwei Spin-Controls ("Drehfeld", "Auf/Ab-Steuerung"). Das linke Spin steuert durch sämtliche Elemente, das rechte Spin nur durch die des aktuellen Abschnitts.
Nach dem Neu-Einlesen stehen die Indices für 1. und 2. Element immer auf 1. Klickt man nur bei einem Element, dessen Index auf 1 steht, beim linken Spin auf den Pfeil nach unten, so springt der Index zum letzten, also höchsten Element.
"Begradigung" des 1. Elements
Liegt das 1. Element in einer Kurve, so legt der AR am Beginn der neuen Kurve einen kurzen Gegenbogen oder einen Korbbogen als Übergangsbogen an.
Korb- oder Gegenbogen kann man unterdrücken, wenn man "manuelle Eingabe" für das 1. Element auswählt. Hierbei wird die Krümmung dieses Elements, die sich normalerweise aus der Differenz der Richtungwinkel zum Element davor berechnet, zu 0 gesetzt werden. Damit leigt dieses Element dann zwangsweise in einer Geraden. (Das gleiche Ziel würde man mit höherem Aufwand auch erreichen, wenn man vor dem Export zum AR im StrEdi dieses Element teilt.)
Die "Begradigung" sollte der Ausnahmefall bleiben, da dann die Baurichtlinien nicht mehr eingehalten werden.
Konvertierung von UTM-Koordinaten in .str-Format: Da der Streckenkonverter mit dem Wertebereich der original UTM-Koordinaten nicht gut zurechkommt, transformiert der Streckenkonverter die Koordinaten in "handlichere" Werte (Option ist abschaltbar) und speichert die UTM-Referenz im Freitextbereich der str-Datei mit ab. Die Transformation erfolgt auf abgrundete 1000m-UTM-Bezugspunkte.
Werden nun für einen zusammenhängenden Geländebereich mit dem Streckenkonverter mehrere separate .str-Dateien erzeugt, z.B. aus separaten .ovl-Dateien, kann es passieren, dass die UTM-Referenzen in den einzelnen str-Dateien unterschiedlich sind und die Koordianten der Dateien nicht zusammenpassen. Das fällt insbesondere dann auf, wenn zu diesen separaten Streckendateien Landschaftsdateien im Streckeneditor erzeugt werden, die immer die Koordinaten der .str-Datei übernehmen, nicht aber die UTM-Referenz.
Ab Version 1.2 des Streckenkonverters kann man einen gemeisamen UTM-Referenzpunkt für solche Dateien definieren, speichern und für andere Dateien nutzen.
Umwandlung Länge/Breite in UTM
Geographische Koordinaten in xyz-Dateien werden erkannt und auf Wunsch in UTM umgewandelt. Damit kann man die UTM-Koordinaten von beliebigen Orten ermitteln, wenn man deren Länge und Breite kennt. Je Ortspunkt wird per Texteditor eine Zeile der xyz-Datei angelegt. x und y erhalten die Länge (x) und die Breite (y) in Dezimalgrad, als z-Wert (z ist erforderlich) wird 0 eingetragen.
xyz-Importvereinfachung für MicroDEM
Wenn die DEMs zum Geländebau im xyz-Format vorliegen, hat man ggf eine ganze Reihe dieser xyz-Files, die alle in MicroDEM importiert und dann verschmolzen werden müssen (Merge). Das ist bekanntlich eine ziemlich klick-aufwendige Prozedur.
Als Alternative kann man alle xyz-Files hintereinander in den Streckenkonverter einlesen (im Hinzufüge-Modus) und sie dann als eine einzige xyz-Datei wieder speichern, also den Vorschlag des SK ablehnen, mehrere Dateien anzulegen.
Diese einzelne xyz-Datei wird dann normal in MicroDEM importiert, wobei MicroDEM dann sowohl das Gesamtgelände importiert und sofort auch neu abtastet, d.h. verschmilzt. verschmolzen.
Das funktioniert deswegen, weil die Interpolationsmaschine von MicroDEM recht mächtig ist. xyz-Dateien weisen nicht unbedingt sauber äquidistante Gitter auf, vor allem nicht bei Überlappung zweier xyz-Dateien.
Hinweis: Die xyz-Dateien müssen vollständig sein. Es dürfen keine Formatfehler vorliegen und alle Höhenpunkte müssen existieren.
Trassenlage in MicroDEM prüfen, Vorbereitung im SK
Nach Fertigstellung einer Strecke möchte man vielleicht vor einem Lauf des Geländeformers feststellen, ob die Trasse mit dem DEM zusammenpasst.
Für Geogrid kann man bekanntlich im SK aus der Strecke ein ovl erzeugen und in Geogrid laden. Dann sieht man, ob die Trasse noch zur Topographie passt.
Mit MicroDEM kann man prüfen, ob die Trasse auch zum DEM passt.
MicroDEM kann ebenfalls Overlays laden, allerdings nicht im ovl-Format, sondern im dxf-Format. Zusätzlich müssen diese dxf-Dateien 2dimensional sein, d.h. sie dürfen keine Höhen enthalten.
So geht's:
SK öffnen Strecke im str-Format laden Strecke als ovl exportieren. Dieser Schritt eliminiert alle z-Koordinaten. ovl wieder einlesen Strecke jetzt als dxf exportieren. Vollständig abspeichern, also Koordinaten nicht durch SK beschneiden lassen MicroDEM öffnen DEM einlesen dxf als Overlay einlesen Lage des Overlays in MicroDEM prüfen
Der Geländeformer bietet die Möglichkeit, die Ergebnisse der einzelnen Rechenschritte mit zu verfolgen. Dazu dient die Ausgabemöglichkeit von dxf-Dateien. Mit einem geegneten dxf-Viewer kann man sich die Hüllkurven und Gittermodelle der 3D-Polylines ansehen und bewerten, um ggf. die Eingangsdateien für die Geländeformer-Rechnung noch anzupassen. Ein 3D-fähiger dxf-Viewer ist beispielsweise der kostenlose Volo View Express von Autodesk (nicht zu verwechseln mit Boso View Express!)
- im Streckeneditor die Streckendatei laden,
- dazu die Gleisbettung angelegen,
- die Gleisbettung separat abspeichern,- im Streckeneditor neue Landschaft beginnen
- für den Tunnelbereich die Tunnelröhre anlegen,
- die Tunnelportale (mit Überdeckungspolygon in Richtung Tunnelröhre) importieren
- an beiden Seiten Einschnitte/Stützmauern anlegen, die mit der senkrechten Fläche des Tunnelportals abschließen,
- aber bündig mit der Oberkante des Tunnelportals abschließen
- importierte Landschaften (Tunnelportale) einbinden und separat als "Tunnellandschaft" speichern- im Streckeneditor neue Landschaft beginnen
- Landschaft "Gleisbettung" öffnen
- Tunnellandschaft importieren und einbinden
- Landschaft als "Streckenlandschaft mit Tunnel" speichern- im Geländeformer aus Strecke, Streckenlandschaft mit Tunnel, sowie DEM-Daten neue Grundplatte bauen
- im Streckeneditor alle Landschaften laden/importieren
- fertig
Siehe hierzu den eigenen Laborbericht mit Beispiel
Die Auswahl der zur Landschaftsformung betrachteten Polygone durch Typisierung ermöglicht eine genaue Steuerung des Geländefomers. Siehe ebenfalls unter diesem Laborbericht
Elegante Nutzung der Möglichkeiten von Streckeneditor, Absteckrechner und Streckenkonverter
Gerd Schütz har dazu ein ausführliches Tutorial geschrieben. Hiebei werden Flüsse und Straßen entlang von Zusi-Streckenelementen angelegt.
konventionelle Art, mit vereinfachter Nutzung der Möglichkeiten von Streckeneditor, Absteckrechner und Streckenkonverter
im Streckeneditor die Streckendatei laden,
- dazu die Gleisbettung angelegen,
- die Gleisbettung separat abspeichern,- mit dem Geländeformer aus Strecke, Gleisbettung und DEM-Daten eine Grundplatte bauen,
- im Streckeneditor neue Landschaft beginnen
- Gleisbettung importieren, nicht einbinden
- Grundplatte importieren, ebenfalls nicht einbinden
- anhand der Grundplatte ungefähren Fluss/Straßenverlauf abschätzen
- ungefähre Höhe aus der digitalen Karte ablesen (aus Grundplattenpolygon nicht möglich, da nur importiert)
- Fluss erstellen mittels Streckeneditor und Klicken entlang geschätztem/gewünschtem Verlauf
- bei Straße Höhen nachführen (schätzen)
- Landschaft speichern (nur Fluss/Straße), noch nicht trianguliert
- Fluss/Straße triangulieren
- Landschaft nochmals speichern (nur Fluss/Straße, jetzt trianguliert)
- Im Streckeneditor neue Landschaft beginnen
- Gleisbettung laden
- Fluss/Straße (nicht trianguliert) importieren
- Importierte Landschaft einbinden
- Landschaft als "Streckenlandschaft mit Fluss bzw. Straße" speichern- im Geländeformer aus Strecke, Streckenlandschaft mit Fluss bzw. Straße, sowie DEM-Daten neue Grundplatte bauen
- im Streckeneditor alle Landschaften laden/importieren (Fluss/Straße jetzt trianguliert)
- fertig
Da die derzeitigen Flüsse des Streckeneditors nur stehende Gewässer darstellen, solches in realer Umgebung eher weniger gut aussieht, kann man statt dessen auch eine Straße anlegen, bei der man dann ein Gefälle einbauen kann. Um dann aus der Straße einen Fluss zu machen, sollte man vor der Triangulation diese nicht nur umfärben, sondern auch den Polygontyp von Straße zu Wasser ändern (beides über Vieleck/Eigenschaften) .
Ab Version 1.7.2 liefern Absteckrechner (1.7.2.1), Geländeformer und Streckenkonverter eine Diagnose beim Einlesen von .str- und .ls-Dateien mit Geometriefehlern. Die erkannten Fehler werden in einer Meldungsbox angezeigt und zusätzlich im Zusi-temp-Verzeichnis als Textdatei abgelegt. In den meisten Fällen werden die erkannten Fehler auch korrigiert.
.str-Dateien: Bei .str-Dateien werden Streckenelemente der Länge 0 erkannt. Diese werden ignoriert, und die Nachfolger-Verknüpfungen neu gesetzt. Ausnahme beim Streckenkonverter im Exklusivmodus, wenn es sich um ein Element mit Eigenschaften wie Ereignis, Signal u.dgl. handelt.
.ls-Dateien: Bei .ls-Dateien werden doppelt vorhandene Punkte in Polygonen und "Polygone" mit weniger als 3 Punkten erkannt. Doppelte Punkte werden gelöscht. "Polygone" mit weniger als drei Punkten werden komplett entfernt.
Sichern der Reparaturen: Mit dem Streckenkonverter können im Exklusiv-Modus korrigierte .str und .ls-Dateien auch wieder gesichert werden. Speichern wird beim Erkennen von Fehlern automatisch ermöglicht.
Reparieren von .ls-Modell-Dateien: .ls-Modelldateien (Fahrzeuge, Gebäude) ohne zugehörige Strecke können durch einen Trick ebenfalls mit dem Streckenkonverter im Exklusivmodus repariert werden. Dazu wird eine "Basis-Streckendatei", bestehend aus dem einzigen Standardelement einer Neuanlegung im Streckeneditor, geladen, und die eigentlich zu bearbeitende .ls-Datei hinterher. Das Abspeichern muss in Einzelfällen ggf. aktiviert werden, z.B. durch Setzen und Löschen des UTM-Referenzpunktes.
Der 3D-Modellbetrachter verfügt ab der Version 0.3 ebenfalls über die .ls-Polygon-Diagnose.
© 2002 Roland Ziegler