TransDEM kann Vektordaten in bestimmten Formaten lesen, schreiben und anzeigen. Mit dem Rohtrassen-Editor können Vektoren auch erstellt und bearbeitet werden.
Diese Vektordaten werden in TransDEM als Trassen bezeichnet. Trassen können sein Eisenbahnstrecken, Straßen, Flussläufe oder andere Strukturen, die sich als Linienzüge darstellen lassen.
TransDEM liest und speichert Vektordaten als Linienzüge (Polylines) oder Punktfolgen in verschieden Formaten. Diese Formate sind identisch mit denen des Streckenkonverters.
Folgende Formate werden unterstützt:
.str, dies ist das Zusi 2-Format für Strecken und Standard-Format von TransDEM;
.dxf, weit verbreitetes Textformat von AutoCAD® zum Austausch von Vektorgraphikdaten;
.ovl, ein Textformat, das in den digitalen Ausgaben der topographischen Karten Top50 der Landesvermessungsämter (mit Geogrid®-Viewer von EADS-Dornier) zum Überlagern eigener Graphiken verwendet wird;
.xyz, ein sehr einfachen Textformat, was bei Verarbeitung von digitalen Höhendaten verbreitet ist;
.mkr, ein Unicode-Format für Dateien mit Markierungssymbolen bei der Streckenerstellung für MS Train Simulator ©;
.gpx, dem xml-basierten Austauschformat für GPS-Daten.
Das Zusi .str-Format erlaubt als einziges die verlustfreie Speicherung und sollte auch für Nicht-Zusi-Anwendungen verwendet werden, um die Vektordaten im Projekt zu sichern. Bei Speicherung in allen anderen Formaten kann entweder Information verloren gehen, oder die Genauigkeit leiden.
Trassen können zusammen mit einem DEM oder einer georeferenzierten Bitmap-Karte graphisch dargestellt werden.
Das folgende Bild zeigt die Gleisanlagen zu einem Bahnhof, zusammen mit einem DEM.
Auch die Darstellung von Trassen zusammen mit einer georeferenzierten Karte ist möglich, hier als Beispiel ein Orthofoto.
Der Rohtrasseneditor dient der Erstellung und Bearbeitung von Trassen. Er erzeugt Linienzüge aus Geraden-Segmenten. Er wird im wesentlichen mit der Maus und Kontextmenü bedient.
Anlegen eines neuen Linienzuges durch Setzen von Punkten mit der Maus, Fortsetzen eines bereits zuvor abgeschlossenen Linienzugs. Fortsetzen eines Linienzuges auch über die Bildschirmgrenzen hinaus: Der Bildausschnitt kann mit den Bildlaufleisten (und Tastatur-Befehlen) verschoben werden, ohne den Linienzug zu beenden.
Verschieben von Einzelpunkten, einzelnen Linienzügen und mehreren Linienzügen.
Duplizieren von einzelnen und mehreren Linienzügen.
Löschen von einzelnen oder mehreren Linienzügen
Hinzufügen und Löschen von Punkten
Linienzüge verbinden und trennen
Rückgängig machen / wiederherstellen
verschiedene Optionen für die Darstellung
Das folgende Bild zeigt einen Trassenverlauf mit aktiviertem Rohtrasseneditor. Ein selektierter Linienzug ist in dunklerem Blau zu erkennen, die übrigen Linienzüge in hellerem Blau. Der Editor ist hier so eingestellt, dass alle Punkte, auch die der nicht selektierten Linienzüge, markiert werden. Bei selektierten Linienzügen werden Punkte als Pfeile dargestellt, die die Konstruktionsrichtung anzeigen.
Durch Rechtsklick mit der Maus wird ein Kontextmenü geöffnet, das abhängig von der Position des Mauszeigers - z.B. auf einem Punkt, zwischen zwei Punkten, oder neben einem Linienzug - und abhängig von der aktuellen Selektion verschiedene Editieroptionen bietet.
Eine separate Funktion ermöglicht das Messen von Entfernungen. Ähnlich wie beim Anlegen eines Linienzugs werden Start- und Zielpunkt(e) mit dem Mauszeiger bestimmt. Das Ergebnis wird in der Statuszeile angezeigt. Im Beispiel wird die Länge eines Bahnsteigs zu etwa 211 m gemessen.
© 2003 - 2006 Roland Ziegler